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Sparkassen-Kredite am Point-of-Sale der Händler

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Steckbrief
Ralf S. ist Bereichsleiter Kredit- und stationäre Vertriebslösungen. Er gehört zum Team der Lösungsfinder am Standort Fellbach.

Sparkassen-Kredite am Point-of-Sale der Händler

Schlanke und über Unternehmensgrenzen hinweg durchgängige Prozesse sorgen bei den Kunden der Sparkassen-Finanzgruppe für neues Wachstum. Das erfährt auch die Ostsächsische Sparkasse Dresden, für die wir zusammen mit unserer Mutter Finanz Informatik (FI) den Verkauf von Konsumentenkrediten an den Point-of-Sale bringen.

Wie schafft es die Ostsächsische Sparkasse Dresden (OSD), beim Finanzierungsgeschäft von Fotovoltaikanlagen besser Fahrt aufzunehmen? So lautete die übergeordnete Aufgabenstellung, die wir in unserem Kundenprojekt zu lösen hatten. Die Analyse brachte unser Kunde direkt mit: Es hakte immer wieder am Point-of-Sale (PoS), also beim Verkauf der Anlagen. Denn viele kaufbereite Kunden mussten sich erstmal um eine passende Finanzierung kümmern. Der Verkaufsprozess wurde also nach der Kaufentscheidung unterbrochen. Ob Kunden dann bei der Sparkasse landeten, war höchst ungewiss.

Die OSD entschied sich für die Software eines Drittanbieters, mit der die Händler am PoS schnell und weitestgehend automatisiert einen Kreditantrag bei der Sparkasse stellen und eine Kreditentscheidung erhalten können. Diese Software sollte an die Gesamtbanklösung der Sparkassen, OSPlus, angebunden werden. Die einheitliche Gesamtbanklösung basiert auf einer modernen serviceorientierten Architektur. Über Services an der OSPlus-Banking-API können externe Software-Komponenten auf die Daten des OSPlus standardisiert lesend und schreibend zugreifen.


 „OSPlus BAPI – die passende Lösung“

Die FI-SP koordinierte innerhalb der FI-Gruppe in dem von der OSD geführten Projekt den technischen Teil. Zudem analysierten wir, welche Services benötigt wurden und konzipierten und entwickelten die teils komplexen Prozesse, die an der Banking-API bereitgestellt werden sollten. So wurden zum Beispiel für die Anlage eines Kunden mehrere einzelne OSPlus-Services zu einem von extern aufrufbaren Prozess orchestriert. 

Aus Gründen der Sicherheit durfte der Zugriff auf OSPlus nur durch berechtigte Händler erfolgen, für die es intransparent bleiben musste, ob der Kunde des Händlers bereits Kunde der OSD ist oder nicht.

Dies wird mittels der OAuth 2.0 Authentifizierung, einem Teil der BAPI, sichergestellt. Bei OAuth handelt es sich um ein offenes Sicherheitsprotokoll für die tokenbasierte Autorisierung und Authentifizierung im Internet. Webservices eines Drittanbieters können auf externe Ressourcen zugreifen, ohne dass Benutzernamen und Passwort offenzulegen sind. Dienste von Google, Facebook oder Twitter nutzen OAuth.


Kreditzusage innerhalb weniger Minuten

Die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten OSD, FI-SP, FI und dem Hersteller der Händlersoftware sowie einer weiteren Sparkasse, die sich zwischenzeitlich dem Projekt angeschlossen hat, war sehr gut. Anfang 2021 wurde die neue Lösung produktiv gesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Kreditanfragen am PoS werden automatisiert geprüft. Das spart Aufwand und Zeit. Kunden bekommen Kreditzusagen in wenigen Minuten. Inzwischen übrigens nicht nur für Fotovoltaik-Anlagen. Mehr als 220 Händler, darunter viele Autohäuser, sind über die neue Lösung angebunden.  

Das positive Ergebnis schlägt sich für die OSD auch in Zahlen nieder: Innerhalb eines halben Jahres wurden laut Angaben der OSD über 700 neue Darlehen ausgereicht. Mit weiterem Wachstum ist zu rechnen.