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Verbundpartnerintegration in OSPlus und OSPlus_neo

Steckbrief
Peter B. ist Teamleiter für Verbundanwendungen. Er gehört seit 2014 zum Team der Lösungsfinder und arbeitet am Standort München.

Von bankfachlichen Informationsportalen über Privatkreditanwendungen bis hin zum Immobilienportal. Unser Team unterstützt die Finanz Informatik (FI) dabei, Verbundpartneranwendungen in das Umfeld der Gesamtbanklösung OSPlus zu integrieren. Das ist aber nicht alles – nach der Einführung übernehmen wir weitere Services.


Zur Sparkassen-Finanzgruppe gehören neben den Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen – um nur einige zu nennen – auch viele Verbundpartner, die mit ihren spezifischen Finanzdienstleistungen den Finanzverbund unterstützen. Viele Sparkassen pflegen Kooperationen mit Verbundpartnern um ihr Angebotsportfolio abzurunden. Aktuell nutzen über 40 Verbundpartner aus der Sparkassen-Finanzgruppe die vertriebliche Stärke der Sparkassen und haben dafür ihre Verbundpartneranwendungen an die Gesamtbanklösung der Sparkassen, One System Plus (OSPlus), angebunden.


OSPlus – Gesamtbanklösung und Integrationsplattform für Verbundpartner

Technologisch fungiert OSPlus unter anderem als Integrationsplattform für Verbundpartner, die mit standardisierten Schnittstellen eine schnelle und einfache Integration von Verbundpartneranwendungen ermöglicht. Dabei unterscheiden wir zwei Integrationsarten: Die Integration in das OSPlus-Portal und in OSPlus_neo, das dazugehörige Multikanal-Vertriebs-Frontend. Welche Form der Integration genutzt wird, entscheidet der Anwendungsfall beziehungsweise die Zielgruppe der fachlichen Aufgabe. Die Integration der Verbundanwendungen über das OSPlus-Portal eignet sich für Anwendungsfälle, die den Berater in der Geschäftsstelle der Sparkasse unterstützen. Eine in das OSPlus_neo-Vertriebsfrontend integrierte Verbundanwendung ist primär, aber nicht ausschließlich, für den Endkunden gedacht. Aus diesem Grund muss die in OSPlus_neo integrierte Anwendung auch vom Endkunden einfach und intuitiv bedienbar sein. Hier achten die Entwickler auf ein responsives Design, da die Verbundanwendung auf allen gängigen Endgeräten wie Notebooks, Tablets und Smartphones performant und bedienungsfreundlich laufen muss.


Unser Team „Verbundanwendungen“

Mit unserem Team unterstützt die FI-SP den Digitalisierungspartner der Sparkassen-Finanzgruppe, Finanz Informatik (FI), dabei, Verbundpartneranwendungen in ihr OSPlus-System zu integrieren. Wir sehen uns als zentraler Ansprechpartner für die Verbundunternehmen und die FI, wenn es um die Konzeption, Realisierung und Einführung von Verbundpartner-Integrationen in das OSPlus-Umfeld geht. Und auch nach der Einführung übernehmen wir gerne das Application Management für die Integrationen – somit erhalten Verbundunternehmen in der Sparkassen-Finanzgruppe Projekt- und Betreuungs-Dienstleistungen aus einer Hand.

In den letzten Jahren haben wir für rund zehn Verbundpartner über 30 Anwendungen integriert. Das Spektrum der zu integrierenden Verbundanwendungen reicht hierbei von bankfachlichen Informationsportalen über Privatkredit-, Fonds-, Sorten- und Edelmetallhandelsanwendungen bis hin zum Immobilienportal.

Art und Umfang unserer Projekte reichen vom einfachen Integrationsprojekt, in dem wir einen reinen Aufruf der Verbundanwendung aus OSPlus oder OSPlus_neo heraus mit oder ohne Datenaustausch bankfachlicher Objekte zwischen OSPlus und dem Verbundpartnersystem realisieren bis hin zum Aufbau von Datenschnittstellen zwischen den beteiligten Systemen. So können Verbundpartner ihre Kundeninformationen, Konto- und Vertragsdaten usw. an OSPlus übertragen und im Datenhaushalt von OSPlus speichern. Diese Daten stehen dann dem Sparkassenberater in OSPlus und OSPlus_neo im Beratungs- und Verkaufsprozess oder dem Sparkassenkunden in der Internet-Filiale und in der Sparkassen-App zur Verfügung.


Die Anforderungen unserer Verbundpartner

Seit der Einführung von OSPlus_neo in den Sparkassen wünschen immer mehr Verbundunternehmen, ihre Vertriebsanwendungen in allen Vertriebs-Frontends wie dem stationären OSPlus_neo, der Internet-Filiale und der Sparkassen-App bereitzustellen. So können die Sparkassenkunden auch bequem von unterwegs mit ihrem Tablet oder Smartphone oder am PC von zu Hause aus Sparkassen- und Verbundanwendungen nutzen.


Projektrahmen

Die Integration der Verbundpartneranwendungen in das OSPlus-Umfeld erfolgt immer im Rahmen von Projekten. Dem eigentlichen Integrationsprojekt stellen wir in der Regel Vorstudien bzw. Machbarkeitsanalysen voran. Ziel dieser Vorstudien ist es, die Kundenanforderungen zu spezifizieren und für diese Umsetzungsalternativen zu entwickeln. Abschließend erfolgt eine Bewertung im Hinblick auf die Umsetzungsstrategie, die umzusetzende Lösung sowie eine Kosten-/Nutzenbetrachtung. Auf Basis der Vorstudienergebnisse erhalten unsere Kunden ein maßgeschneidertes Angebot für das eigentliche Integrationsprojekt.

Kommt es zur Projektbeauftragung stellen wir das Projektteam zusammen. Es besteht aus einem Projektleiter, einem Verantwortlichen für die Fachlichkeit und für die Technik, einem Test- und Qualitätsmanager und meist mehreren Projektmitarbeitern. Der Lenkungsausschuss wird meist von Vertretern des Auftraggebers und Auftragnehmers besetzt.


Projektmanagementorganisation und Regulatorik

Die Projektmanagementorganisation (PMO) der FI, in die wir mit unseren Projekten eingebunden sind, bietet einen umfassenden Projektrahmen mit Methoden und Tools für die Projektarbeit, die im Besonderen die Regulatorik – die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und die Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT (BAIT) – bereits implizieren. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass bereits bei der Projektdurchführung alle geforderten Prozessschritte und die vollständige Erstellung der Projekt-Ergebnistypen (Dokumentationen, Software u. a.) entsprechend der regulatorischen Vorgaben für das Projekt sicher eingehalten werden. So kann sich das Projektteam auf die wesentlichen Projektaufgaben- und -ziele konzentrieren, ohne die Gesetztestexte in Gänze zu kennen.


Projektdurchführung

Die eigentliche Durchführung des Integrationsprojektes erfolgt innerhalb der vom Projektmanagementprozess vorgegebenen Phasen (Anforderungsdefinition, Systementwurf, Realisierung, Systemübergabe) mit Aktivitäten und Meilensteinen. Ein Set an definierten Prozessen (Softwareentwicklungsprozess, Testprozess u. a.), Methoden und Tools geben dem Projektteam die wichtigen Vorgaben und Leitplanken, wie und in welchem Rahmen die Umsetzung zu erfolgen hat.

Mir persönlich gefällt an unseren Verbundpartner-Integrationsprojekten am meisten, dass wir interdisziplinär mit vielen interessanten Menschen zusammenkommen. So arbeiten wir zum einen mit dem Projektteam des Verbundpartners zusammen, dann teamübergreifend mit Kollegen aus anderen FI-SP Fachbereichen und im Besonderen mit vielen Kollegen aus den unterschiedlichsten Fachabteilungen der FI. Dazu kommt unsere Zusammenarbeit mit unserer Konzernschwester FI-TS, die die Netzanbindung unserer Verbundpartner an das Sparkassennetz realisiert oder auch mit Dienstleistern unserer Verbundpartner, die Softwarekomponenten für die Verbundpartneranwendung beisteuern.


Qualitätssicherung wird großgeschrieben

Umfangreiche Qualitätssicherungsmaßnahmen stellen eine kontinuierlich hohe Qualität des einzuführenden Systems beziehungsweise der Softwarekomponenten sicher. Zu Beginn eines Projekts erfassen wir die QS-Maßnahmen in einem Qualitätssicherungsplan, die von unserem Qualitätsmanager fortlaufend im Projektverlauf überprüft werden. Im Testplan, der dem gemeinsamen Verständnis aller Projektmitarbeiter bezüglich Testvorgehen und Testzielen dient, beschreiben wir alle anzuwendenden Testmethoden, Testaktivitäten, den Testablauf und die einzusetzenden Testtools. Die eigentlichen Testfälle erfassen wir in einer Qualitätsmanagementsoftware, die uns bei allen Phasen der Testdurchführung unterstützt.


Testdurchführung

Im Testteam führen wir die vom OSPlus-Testprozess vorgegebenen Entwickler-, Integrations- und Abnahmetests durch, um Fehler frühzeitig zu erkennen und aufgetretene Fehler vor der eigentlichen Produkteinführung zu beheben. Sogenannte Quality Gates – das sind Synchronisationspunkte, an denen messbare Qualitätskriterien erfüllt sein müssen – werden vor großen Meilensteinen eingesetzt, um die Produktqualität sicherzustellen. So testen wir zum Beispiel alle von uns einzusetzenden Verbundpartneranwendungen und Softwarekomponenten nochmals ausgiebig vor den Pilot- und Produktionseinsätzen von OSPlus.


Projektabschluss und Systemübergabe an das Application Management

Nach dem Einsatz der in OSPlus-/OSPlus_neo-integrierten Verbundanwendung bei den Sparkassen übergeben wir das System an das Team, das das Application Management (AM) übernimmt. Der laufende Support (1st / 2nd / 3rd Level), die Wartung, Weiterentwicklung und das Management der integrierten Verbundpartneranwendungen über ihren gesamten Lebenszyklus nach kundenindividuellen Service-Level-Agreements sind damit in professionellen Händen. In der Regel übernehmen wir in unserem FI-SP Team „Verbundanwendungen“ selbst diese AM-Services in unsere Betreuungsverantwortung. Somit erhalten unsere Verbundpartner Projekt- und Application Management-Dienstleistungen aus einer Hand.