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Was macht eigentlich eine Software Ingenieurin für Automatisierungslösungen im Bankenumfeld?

#Jobparade4 min Lesedauer

Von der theoretischen Physik zur Software Entwicklung im Bankenumfeld. Für Marina B. hat sich der Sprung in eine zunächst unbekannte Welt gelohnt. Denn Herausforderungen definieren und passende Lösungswege finden, motiviert die Wahl-Stuttgarterin. Im Interview spricht Marina darüber, was sie unter flachen Hierarchien versteht und was ein neues Teammitglied der Finanz Informatik Solutions Plus (FI-SP) am besten mitbringen sollte.

Hallo Marina, kannst Du uns etwas über Deine Aufgabenfelder und Tätigkeiten im Team der Lösungsfinder erzählen?

Gern. Ich bin Java Entwicklerin bei der FI-SP. Das heißt, ich erweitere Java-Anwendungen und betreue sie auch. Als ich angefangen habe, war ich zunächst ausschließlich im Java-Umfeld tätig. Dann bin ich auf meinen Wunsch hin mehr in Richtung Kernbanksystem gedriftet. Dort bin ich jetzt Entwicklerin in der Interaktiven Service-Plattform ISP. Die ISP ist eine Webanwendung, die eine Schnittstelle zum Kernbanksystem bedient, also zur Gesamtbanklösung der Sparkassen OSPlus (One System Plus). Innerhalb dieser ISP ist es möglich, kundenindividuelle Prozesse zu entwickeln, die nicht im Standard des Kernbanksystems abgedeckt sind.

Durch die Arbeit in der ISP ist Java für mich aktuell in den Hintergrund gerückt. Ich programmiere basierend auf den Vorgaben, die diese Webanwendung macht. Das funktioniert nach einem Baukasten-Prinzip: Zwischen einzelnen Modulen werden logische Verknüpfungen in der Scriptsprache Clojure realisiert.

Kanntest Du Clojure schon oder musstest Du Dir diese Sprache erst aneignen?

Die Sprache war mir nicht unbekannt, trotzdem musste ich erst einmal reinkommen. Für Bewerbende sind Kenntnisse in Clojure grundsätzlich super, man kann sich die Sprache aber auch gut nebenbei aneignen. Bezogen auf meine Arbeit ist Clojure tatsächlich nur ein kleiner, aber ganz entscheidender Bestandteil, weil ich auf keine andere Sprache ausweichen kann.

Gibt es für Dich noch weitere Herausforderungen in Deiner Position?

Bei uns geht es nicht nur um die technische Umsetzung, es geht auch darum, mit dem Kunden gemeinsam die möglichst optimale Lösung zu finden. Dazu gehört, dass man erst einmal verstehen muss, was der Kunde überhaupt umsetzen möchte. An diesem Punkt ist bankfachliches Wissen sinnvoll, weil man dann gleich die richtigen Fragen stellen kann. Es gibt keinen fertigen Auftrag, nach dem man einfach „herunterentwickelt“, sondern man muss den Prozess erst einmal mit dem Kunden definieren und das im bankfachlichen Kontext. Das ist eine Herausforderung, die mir persönlich aber sehr viel Freude bereitet.

Diese Kundenbetreuung liegt in Deinem Team also nicht allein bei der Projektleitung, sondern auch bei Dir als Entwicklerin …

Genau. Auch wir Entwickler sind gefragt und gefordert, sinnvolle Beiträge zu liefern und Vorschläge zu machen, wie man etwas schneller, zielführender und auch kostengünstiger umsetzen kann. Das wird nicht nur auf Projektleiterebene ausgemacht.

Für jemanden der nicht in der Welt der FI-SP zuhause ist, kannst Du ein Beispiel für ein konkretes Projekt geben?

Wir digitalisieren zum Beispiel Prozesse für Kreditkartenanträge oder Änderungen bei Limits von Kreditkarten, die bisher im Papierformat oder per E-Mail verschickt wurden. Hierfür binden wir über die ISP Drittsysteme ein, mit Hilfe derer man solche Anträge oder auch Änderungen bei Kreditkarten direkt online veranlassen kann.

Seit wann bist Du eigentlich bei der FI-SP?

Seit Ende 2017.

Und vorher? Wie bist Du zur FI-SP gekommen?

Ich komme ursprünglich aus einem ganz anderen Umfeld. Ich habe Physik studiert und einige Jahre in der Forschung gearbeitet, im Bereich der theoretischen Physik, wo Programmieren eher Mittel zum Zweck ist. Dann kam der Zeitpunkt, an dem wir uns als Familie in Stuttgart niedergelassen haben und ich mir eine neue Wirkungsstätte gesucht habe. Da bin ich auf die FI-SP gestoßen und weil ich das bankfachliche Umfeld schon immer interessant fand, habe ich mich beworben. Beim Bewerbungsgespräch hatte ich gleich ein gutes Bauchgefühl – und das hat sich auch bestätigt.

Schön zu hören. Hilft Dir Dein Hintergrund als Physikerin auch bei Deinen aktuellen Projekten?

Ja, (lacht) man sagt ja gerne, Physiker können nichts Konkretes, aber dafür alles ein bisschen. Ich glaube, das trifft auch auf mich zu. Tatsächlich fehlen mir manchmal Grundlagen, zum Beispiel in der Entwicklung. Aber was man in der Physik lernt, ist, sich sehr schnell weiterzuhelfen. Und wenn ich mal nicht weiterkomme, weiß ich zumindest, das Problem so zu identifizieren und sinnvoll zu vermitteln, dass ich mir Hilfe von Kollegen holen kann.

Sich gegenseitig zu unterstützen gehört für viele bei der FI-SP zur Lösungsfinder-Kultur. Gibt es für Dich noch etwas, was typisch für die FI-SP ist?

Ja, ich mag die Ehrlichkeit, jedenfalls für unseren Bereich kann ich das sagen. Auch wenn man noch neu im Team ist und gerade erst angefangen hat, ist die Meinung jedes Einzelnen willkommen. Man darf und soll äußern, was man denkt und man wird auch ernst genommen. Das mag ich sehr. In vielen Unternehmen wird behauptet, es gäbe flache Hierarchien. Bei uns ist es wirklich so: Man wird beim Ankommen gut begleitet und bekommt frühzeitig Verantwortung übertragen, was ich sehr positiv finde.

Gut ankommen ist das eine, weiterkommen das andere. Wie sind Deine Erfahrungen in dieser Hinsicht?

Ich bin ein gutes Beispiel. Schließlich habe ich als Java Entwicklerin begonnen und wollte dann mehr in Richtung Bankfachlichkeit, was auch ermöglicht wurde. Ich bin jetzt seit vier Jahren bei der FI-SP und habe an vier unterschiedlichen Projekten gearbeitet. Ich konnte mich also immer wieder auf ein neues Projekt freuen. Ich mag diese Wechsel, weil man dadurch immer wieder neu gefordert wird und schneller weiterkommt. Routinearbeit liegt mir weniger.

Ihr sucht aktuell Verstärkung für das ISP-Team. Wer würde gut zu Euch passen oder was sollten Bewerbende mitbringen?

Wir sind ein sehr junges Team im ISP-Umfeld. Sehr gut passen würde jemand, der oder die von vorneherein versucht, sich einzubringen und mitzudenken. Ideal wäre, wenn die Person nicht nur Spaß am Entwickeln hat, sondern auch an bankfachlichen Fragestellungen. Das Thema Clojure sollte keinen abschrecken, das bekommen wir gemeinsam hin.