

Fragen an den Experten: Wie werde ich Azubi oder starte ein duales Studium?
Eine Ausbildung oder ein duales Studium bei der FI-SP kombiniert das Beste aus zwei Welten – die Kultur und den Spirit von Startups und die Professionalität und Sicherheit eines etablierten Unternehmens. Kein Wunder, dass sich jedes Jahr viele junge Talente bei uns als IT-Dienstleister für Geschäftsanwendungen in der Finanzwirtschaft bewerben. Nur, wie kommt man in die engere Auswahl? Einer, der es wissen muss, ist Gregor. Wir haben ihn nach seinen Tipps für junge Bewerber:innen gefragt.
Welche Ausbildungswege bietet die FI-SP an?
Am Standort Fellbach bieten wir die dualen Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Informatik an sowie die Ausbildung zur/zum Fachinformatiker:in mit Fachrichtung Anwendungsentwicklung.
Um an einen Ausbildungsplatz oder an einen dualen Studienplatz zu kommen, muss man sich erst einmal bewerben. Wie findet üblicherweise der erste Kontakt statt, klassisch per Post oder digital?
Fast nur noch digital. Die Bewerbenden laden ihre Unterlagen ganz leicht per Schnellbewerbung auf unserem Bewerberportal hoch. Dorthin kommen sie über unseren Jobfinder unter FISP: IT-Jobs bei der FI-SP.
Stichwort Bewerbungsunterlagen: Wer kommt in die engere Wahl?
Da gibt es mehrere Kriterien, die zusammenkommen sollten. Zum einen achten wir auf die Form. Am besten eignen sich PDF-Dokumente und Bilder im JPG-Format. Ein Lebenslauf als Worddokument oder Excel-Sheet wird von unserem System aus Sicherheitsgründen nicht akzeptiert. Dann ist es ganz wichtig, dass die Bewerbung vollständig ist, das heißt, wir brauchen alle erforderlichen Dokumente, die in der Schnellbewerbung angegeben sind. Hilfreich ist ein Motivationsschreiben, das zeigt, warum die Person eine Ausbildung zur/zum Fachinformatiker:in oder ein duales Studium anstrebt. Es ist auch immer gut, wenn ich aus dem Motivationsschreiben erkennen kann, warum sich jemand bei der FI-SP bewirbt. Wir hätten gerne einen Lebenslauf, auch wenn er bei jungen Menschen in der Regel noch sehr kurz ist. Wer Praktika gemacht hat, sollte sie im Lebenslauf aufführen und natürlich gehören Zeugnisse in eine Bewerbung.
Man hört manchmal, das Motivationsschreiben sei gar nicht mehr so wichtig, Recruiter:innen würden nur noch den Lebenslauf und Arbeitszeugnisse abchecken. Wie siehst du das?
Ich finde das Motivationsschreiben sehr wichtig, weil ich hier eben am besten die Motivation erkenne und ein Gefühl dafür bekomme, ob die Bewerbung in sich plausibel ist. Dazu ein Beispiel: Wenn jemand sagt, er oder sie habe sehr gute IT-Kenntnisse, weil er oder sie in der Schule Informatik-Unterricht hatte, aber im Zeugnis eine vier bei Informatik steht, passt das nicht zusammen. Das heißt nicht, dass man unbedingt eine eins auf dem Zeugnis braucht, aber wer sich für ein Fach besonders interessiert, hat erfahrungsgemäß auch eine gute Note.
Schaust du beim Zeugnis besonders auf die MINT-Fächer?
Bei den Bewerbenden für das duale Studium achten wir schon sehr auf die Noten, speziell auf Mathematik. Denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass der ein oder die andere sonst an der Hochschule Probleme mit den Mathe-Klausuren bekommt. Die Note ist daher ein wichtiger Hinweis. Andererseits, wenn uns ein:e Bewerber:in glaubhaft vermitteln kann, dass er oder sie sich in dem Fach verbessern wird, sind wir gerne gesprächsbereit.
Wenn die Bewerbung überzeugend war, wird man zum Gespräch eingeladen. Wie sollte man erscheinen? Im Anzug beziehungsweise Business-Kostüm?
Wir sind ein offenes Team, durchaus mit Campus-Atmosphäre. Daher: Man sollte sich im Outfit wohlfühlen und einen gepflegten Eindruck hinterlassen.
Wie läuft ein Bewerbungsgespräch bei euch ab?
Normalerweise gehen wir auf die Bewerbung ein und fragen verschiedene Punkte ab. Wenn zum Beispiel jemand erwähnt, er oder sie habe in seiner Freizeit schon mal eine Software geschrieben, dann sind wir interessiert: Worum ging es dabei, welche Programmiersprache hat die Person verwendet, woher hat sie sich Informationen beschafft? So lernt man auch den Menschen besser kennen. Da wir in Teams arbeiten, ist uns die menschlich-soziale Seite sehr wichtig. Oft äußert sich das in Details wie zum Beispiel, ob jemand einen Mannschaftssport betreibt, ob sich die Person sozial engagiert, vielleicht hat sie in der Schule ein Training zum Streitschlichter gemacht – auf diese und ähnliche Aspekte achten wir.
Jetzt mal andersherum gefragt: IT-Unternehmen gibt es viele – was würdest du Bewerbenden bei ihrer Suche raten? Wie finden sie das passende Unternehmen?
In fachlicher Hinsicht würde ich ihnen raten, sich schon im Vorfeld mit den Wunsch-Unternehmen zu beschäftigen. Vielleicht klärt man für sich ab: Soll es ein Unternehmen sein, das auf Handy-Applikationen spezialisiert ist oder auf die Programmierung von Webseiten? Oder möchte man eine möglichst breite Ausbildung, bei der unterschiedlichste Betriebssysteme unterschiedlichste Datenbankentypen und Programmiersprachen angewendet werden. Dieses breite Fundament bieten wir bei der FI-SP. Überhaupt bieten IT-Dienstleistungen in der Finanzwirtschaft viele spannende Themenfelder, was vielen jungen Menschen gar nicht bewusst ist.
Wie sieht es mit den weichen Faktoren aus. Was kann Bewerbenden Hinweise geben, ob sie sich an ihrem Ausbildungsplatz beziehungsweise am dualen Studienplatz wohlfühlen werden?
Beim Bewerbungsgespräch würde ich allen raten, darauf zu achten, wie mein Gegenüber auftritt: Welche Stimmung vermitteln die anwesenden Personen? Herrscht eine eher kalte Atmosphäre oder fühle ich mich empathisch aufgehoben? Werden nur die Punkte ihrer Agenda stur abgearbeitet oder spüre ich ein echtes Interesse an meiner Person?
Ich würde auch fragen, wie die Ausbildungspraxis aussieht und wie der künftige Berufsalltag strukturiert ist. Das heißt, gibt es Projekte, die gemeinsam im Team bearbeitet werden oder werde ich jeden Tag ähnliche Arbeiten verrichten? Im Fall der FI-SP dominieren klar die Projekte.
Und was machst du, damit Azubis und Studierende gut bei euch starten?
Es ist ja nicht so, dass sich nur die Bewerbenden bei uns vorstellen. Auch wir „bewerben“ uns bei den Personen, die wir gerne in unserem Team hätten. Daher ist es uns auch wichtig, als Arbeitgeber möglichst gut aufgestellt zu sein und den jungen Menschen möglichst viel zu bieten. Das fängt schon beim Onboarding an. Bei uns starten alle Azubis und Studierenden mit einem Vorpraktikum. Warum? Wir denken, es ist für alle angenehmer, sich kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen noch bevor es richtig losgeht. Außerdem werden neue Lösungsfinder:innen bei der professionellen Einarbeitung von unserem Mentoringprogramm unterstützt.
Ab wann kann man sich für Studium oder Ausbildung bewerben?
Die Bewerbungsphase für einen Start im September beginnt in der Regel im Januar und endet im April, beziehungsweise, wenn alle freien Stellen besetzt sind. Aber auch außerhalb dieses Zeitraums lohnt es sich, auf unsere Website nach offenen Stellen zu gucken. Praktika und Werkstudierenden-Stellen sind zum Beispiel ganzjährig ausgeschrieben.
Das klingt gut? Dann komm in unser Team! Im Jobfinder findest du unsere offenen Stellen. Schau gerne rein, bestimmt ist auch das Richtige für dich dabei!
