Unser pragmatischer Umgang mit Low-Code-Plattformen
Wie lassen sich komplexe Geschäftsprozesse in der Finanzwirtschaft mit Low-Code-Plattformen schnell, sicher…
Episode vom: 24.09.2026 erreichbar unter:
Solutions-Talk, der IT-Podcast der Finanz Informatik Solutions Plus.
Intro:
Wer heute in den Beruf einsteigen möchte, erlebt einen Arbeitsmarkt im Umbruch. KI verändert gerade ganze Berufsbilder, Arbeitsweisen und auch die Ausrichtung von Unternehmen. Was Jahre und jahrzehntelang gültig war, wird heute geprüft, um herauszufinden, was morgen noch zählt. In diesem dynamischen Umfeld fahren wir einen klaren Kurs. Wir gestalten aktiv die Digitalisierung des Bankings. Technologische Neuerungen sind dabei der Rohstoff, mit dem wir uns bewegen. Dafür brauchen wir die richtigen Menschen, um Kurs zu halten. Warum Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger für uns dabei sehr wichtig sind, bespreche ich in dieser Folge unseres IT-Podcast Solutions Talk mit Claudia Michaelis und Mike Liebherr. Beide leiten unterschiedliche Bereiche bei der FI-SP und erleben täglich, was die digitale Transformation für unsere Kunden und unser Team der Lösungsfinder bedeutet. Im Vorgespräch habe ich schon erfahren, dass junge Talente entscheidend sind, um unser Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und der FI-SP neue Perspektiven zu eröffnen. Hallo Claudia, hallo Mike, ich freue mich, euch heute hier im Studio begrüßen zu dürfen. Stellt euch doch bitte kurz unseren Zuhörerinnen und Zuhörern vor, bevor wir zusammen über die jungen Talente sprechen.
Claudia:
Ja, hallo Susanna. Mein Name ist Claudia Michaelis. Ich leite einen Bereich von 16 Mitarbeitenden. Unsere Hauptaufgaben sind Anwendungsentwicklung in Projekten für unsere Kunden und Application Management, wo wir Anwendungen betreuen. Eine unserer größten Lösungen ist zum Beispiel eine im Umfeld Projektfinanzierung. Die Lösung ist in einer Webarchitektur aufgebaut. Wir haben die Architektur komplett gemacht, haben das Projekt aufgesetzt und entwickeln es seit inzwischen sechs Jahren weiter.
Mike:
Ja, dann mach ich gleich weiter, vielen Dank. Mike Liebherr mein Name. Ich leite den Bereich mediale Vertriebslösungen bei der FI-SP. Der ist etwas größer mit dreißig Personen, besteht aus rund drei Teams. Diese beschäftigen sich von Java-Webentwicklung über die Betreuung von Office-Lösungen bis hin zu bankfachlichen Automatisierungslösungen und Low-Code-Entwicklung. Immer dabei ist natürlich Projektmanagement. Weil das ist die Form, in der wir unsere Aufgaben umsetzen.
Susanna:
Welche Rolle spielen denn Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger in euren Bereichen?
Claudia:
Berufseinsteiger sind sehr wichtig bei uns. Sie kommen normalerweise von einer Hochschule, sind supergut ausgebildet, kennen die modernen Techniken und sind damit auch sehr wertvoll bei uns einzusetzen. Mein Bereich lebt davon, dass wir alle Generationen in Projekten einsetzen, dass wir verschiedene Skills, unterschiedliche Qualifikationen und verschiedene Menschentypen haben und so zusammen ein super Team bilden, was uns wirklich nach vorne bringt. Für Berufseinsteiger, die auch von Hochschulen kommen, besteht die Möglichkeit, sich relativ schnell zu entwickeln und Fortschritte zu machen, verschiedene Rollen einzunehmen und viel bei uns zu lernen.
Mike:
Genau, bei uns ist es letztlich ähnlich. Bei mir ist es so, dass die Leute zum einen natürlich aus den klassischen MINT-Fächern kommen, also Informatik, Wirtschaftsinformatik, Physik und ähnliche Dinge, aber auch Quereinsteiger oder Leute mit einer Bankausbildung durchaus gute Chancen haben und dieses Spektrum hier bereichern. Wichtig ist, dass sie das Interesse mitbringen, dass sie persönlich in die Firma und ins Team passen und Spaß und Interesse haben, hier mitzuwirken.
Susanna:
In meiner Anmoderation habe ich es ja schon erwähnt, als Lösungspartner für Digitalisierung sind wir mitten im Geschehen der digitalen Transformation von Banken und Finanzdienstleistern und alle scheinen im Wandel. Selbst erfahrene Hasen staunen über das Tempo, mit dem sich Technologien entwickeln und Aufgaben verändern. Was erwarten junge Menschen, wenn sie ins Berufsleben einsteigen?
Mike:
Auf jeden Fall eine positive Dynamik. Bei uns ist es so, dass man von Anfang an eigenverantwortlich tätig ist. Man kann sich einbringen und Dinge gestalten. Ich komme aus einer Zeit, wo der Arbeitsmarkt leergefegt war und viele junge Leute eingestellt wurden. Das war im Nachhinein ein Glücksgriff. Weil allein, glaube ich, ist es etwas schwierig, Fuß zu fassen. Wenn man aber eine Gruppe von mehreren jungen Personen hat, die sich austauschen, die sich gegenseitig auch inspirieren, macht es schon Sinn, denn dann können gemeinsam neue Ideen und Ansätze entstehen, von denen das ganze Team profitiert. Den Freiraum, ihren Weg selbst aktiv zu gestalten, das ist das Thema der Führungskraft, dass wir hier bei der FI-SP haben, dann mögliche Entwicklungsperspektiven und vielleicht noch eine Anekdote oder ein Querverweis zum Fußball: Es gab eine Zeit lang beim VfB ein Team mit den sogenannten Jungen Wilden. Ich weiß nicht mehr genau, wann es war, aber es war genau auch so eine Truppe von jungen Leuten, die der ganzen Mannschaft sehr gut getan haben.
Susanna:
Das klingt superpositiv, Claudia, erlebst du das auch so?
Claudia:
Ja, ich erlebe das auf jeden Fall auch so. Wie gesagt, frischer Wind, eine positive Dynamik und einfach Wissbegierigkeit, Eifer und Engagement sind schon immer wieder zu merken bei jungen Leuten, die zu uns kommen. Und sie sind offen für Neues, offen für neue Techniken, offen für neue Arten der Zusammenarbeit, der Projektarbeit und begeistern sich auch immer wieder für Themen, ob die jetzt neu sind oder ob man sich einfach einarbeitet in bestehende Themen und da dann Weiterentwicklungen macht. Es ist einfach so, dass bereitwillig Aufgaben übernommen werden, um den eigenen Horizont zu erweitern und sich weiterzuentwickeln. Ideen sind da immer wieder vorhanden. Mir fällt es einfach auf, wenn die Menschen jetzt nicht nur an einer Hochschule waren, sondern auch praktische Erfahrung gesammelt haben. Also sei es in der Ausbildung oder während Praktika oder auch mal irgendwo reingeschnuppert haben oder sowas. Praktische Erfahrungen sind für mich total wichtig, weil einfach da schon ein Bezug zum Berufsleben besteht, was einem Spaß macht, wo man seine Stärken hat, was man gerne macht und dass man einfach auch die Erfahrung, die man schon gemacht hat, bei uns einbringen kann.
Susanna:
Praktische Erfahrungen sind für Studierende, zum Beispiel über Praktika oder Ähnliches, gut machbar. Aber für angehende Auszubildende ist es schon schwieriger, vorab erste Praxiserfahrungen zu sammeln, oder?
Claudia:
Ja, nicht unbedingt. Manche der Azubis, die zu uns kommen, also sich auch als Azubis bewerben, die haben tatsächlich ein Schülerpraktikum gemacht. In Baden-Württemberg ist es auch teilweise Pflicht, ein Schülerpraktikum zu machen, oder sie haben vielleicht auch Verwandte, die im IT-Bereich arbeiten, wo sie sich einfach schon mal die ersten Sachen angeschaut haben. Und je nachdem, wie der Berufsweg jetzt aussieht, nicht jeder Berufsweg oder Ausbildungsweg läuft straight, so dass da zwischendurch immer mal wieder Ferienjobs waren, die im IT-Bereich stattgefunden haben oder andere Praktika gewesen sind, wo man einfach auch Zeit überbrückt hat von der einen zu der nächsten Schule. Wir finden sowas bei uns im Bereich sehr wertvoll, wenn einfach schon Erfahrungen gemacht wurden.
Susanna:
Wenn wir über Berufseinstieg sprechen, dann kommen wir um das Thema KI nicht mehr herum. Man hört immer wieder, dass die KI klassische Einstiegsaufgaben übernimmt. Wie geht ihr damit um, was hat sich durch die KI verändert?
Mike:
Ich würde sagen, KI ist für ein Softwarehaus wie unseres Herausforderung und Chance gleichzeitig. Die Welt dreht sich wahnsinnig schnell weiter. In Zeiten von KI dreht sie sich nochmal schneller weiter. Dazu kommt, dass wir hier im regulatorischen Umfeld sind, ein hohes Maß an Sicherheitsanforderungen haben. Die Kunden, deren Schnittstellen sich wahnsinnig schnell verändern, das sind alles Herausforderungen, die die KI mit sich bringt. Auf der anderen Seite natürlich auch Chancen, denn wir als FI-SP antizipieren diese Veränderungen, unterstützen auch unsere Mitarbeiter bei diesen Veränderungen und der Mensch wird immer das letzte Wort haben, wird immer wichtig sein. Ganz wichtig ist es bei der KI, die Themen fachlich auch zu durchdringen und richtig und falsch, gut und schlecht unterscheiden zu können und sich an den richtigen Stellen eben zum Beispiel Vorschläge generieren zu lassen oder Checklisten oder Ähnliches. Aber die eigentlichen Skills, die werden erhalten bleiben und die sind sehr, sehr wichtig für uns.
Susanna:
Claudia, du hast vorhin schon über Praktika und so gesprochen, habt ihr für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, die kurz vor dem Berufseinstieg stehen, eventuell noch andere praktische Tipps, worauf kommt es euch an?
Claudia:
Ja, neben Praktika ist immer sehr interessant für mich, was für Hobbys ausgeübt werden, ob da vielleicht ein Mannschaftssport dabei ist oder irgendwas, wo man vielleicht auch eine Schulung gibt, Trainings gibt, anderen Leuten hilft. Ob es vielleicht eine Nachhilfe ist, zum Beispiel oder eine Unterstützung von anderen jungen Leuten. Ein Ehrenamt ist auch immer eine ziemlich interessante Sache. Ich persönlich mag es sehr, wenn ein Motivationsschreiben beiliegt bei der Bewerbung. Ich mag den Menschen schon, bevor ich ihn persönlich kennenlerne, so ein bisschen seine Hintergründe kennenlernen, wo die Stärken sind, wo die Schwächen sind und finde es ganz gut, wenn ich mir vorab ein Bild machen kann. Sonst ist mir auch wichtig, wir sind ja das Team der Lösungsfinder, dass man sich bei uns bewirbt, wenn man ein Teamplayer ist, wenn man einfach gerne mit Menschen zusammenarbeitet, wenn man seine Lösungen, die man gut eigenentwickeln kann, aber auch gerne in einer großen Gruppe bespricht, zusammen Ideen weiterentwickelt, jeder dann auch wieder seine Parts allein übernimmt, aber zusammen als Team einfach gut funktioniert und ein super Ergebnis hinlegen kann.
Mike:
Bei mir ist es ein Stück weit anders. Beim Teamplayer bin ich voll bei dir, Claudia. Aber bei den Motivationsschreiben und bei der Bewerbung im Vorfeld bin ich eher nicht so derjenige, der da einen Riesenwert drauflegt. Ich lese natürlich gerne drüber, aber gerade in Zeiten von KI weiß man, dass sich jeder sehr gut per Papier darstellen kann. Im Gespräch allerdings kommt es auf die Persönlichkeit an, kommt es auf das Wissen an, kommt es auf das Selbstgefühl an und das Zutrauen und genau das ist ja bei uns auch gefragt und hier müssen wir gemeinsam ein gutes Gefühl haben, ob derjenige bei uns reinpasst oder nicht. Eigene Meinung ist gefragt, Initiative ist gefragt und zusätzlich Teamplay und dann ist man bei uns genau richtig.
Outro:
Initiative, Offenheit und erste praktische Erfahrung, genau das macht für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger oft den Unterschied. Das nehme ich aus diesem inspirierenden Gespräch mit Claudia und Mike mit. Besonders deutlich geworden ist, die digitale Transformation ist für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger vor allem eine Chance. Niemand weiß heute, welche Aufgaben oder Rollen es in zehn Jahren geben wird. Umso wichtiger ist es, den ersten Schritt zu machen und neugierig zu bleiben. Vielen Dank, Claudia und Mike. Ihr habt anschaulich gezeigt, was Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger im Team der Lösungsfinder erwartet und warum sich ein Einstieg bei uns lohnt.
Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn ihr neugierig geworden seid, schaut gerne in unserem Jobfinder auf unserer Webseite vorbei und entdeckt die passende Einstiegsmöglichkeit. Ich hoffe, euch hat diese Folge des IT-Podcasts Solutions Talk gefallen. Hört auch beim nächsten Mal wieder rein und empfehlt den Podcast gerne an Freundinnen, Freunde, Bekannte und Verwandte weiter. Hier berichten regelmäßig Mitglieder aus dem Team der Lösungsfinder über ihre Arbeit, ihre Erfahrung und darüber, was es bedeutet, eine Lösungsfinderin beziehungsweise ein Lösungsfinder zu sein. Bis bald, wir freuen uns auf euch.
Wie gelingt der Berufseinstieg in einer Zeit, in der sich die Arbeitswelt durch KI und die digitale Transformation rasant verändert? In dieser Podcastfolge spricht Susanna mit Claudia und Mike darüber, welche Rolle Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger im Team der Lösungsfinder spielen, warum neue Perspektiven für die digitale Transformation so wichtig sind und worauf es beim Einstieg in die IT wirklich ankommt. Deutlich wird, dass neben technischen Fähigkeiten vor allem erste praktische Erfahrungen, Neugier, Eigeninitiative, Teamplay und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, den Einstieg erleichtern. Gerade in Zeiten von KI sind fachliches Verständnis, Verantwortung und Persönlichkeit entscheidend.
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